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Tränen - Stille - Einsamkeit

Meine Gefühle stehen still. Gerade hast du aufgelegt und meine Gedanken kreisen... Deine Nachricht, dein Anruf: ich geh heute Abend feiern. Ohne mich. Mit seiner besten Freundin. Disco. Er sagt, er liebt mich mehr als alles andere. Meine Augen werden wässrig. Seine Liebe - Meine Einsamkeit.

Warum ich mich einsam fühle, nur weil er einmal feiern geht? Wieso, wenn wir doch zusammen wohnen und den Alltag teilen? Welcher Alltag? Nun, er arbeit, ich arbeite... schön und gut... doch er arbeitet im Schichtdienst. Oft sehen wir uns nur kurz. Oft geh ich auch alleine ins Bett und steh morgens alleine auf. Wenn ich schon im Bus sitze, komm er aus seiner Nachtschicht. Wenn ich von der Arbeit komme, geht auch schon fast wieder. Nun okay, ich kann damit leben. Das ist nicht schlimm. Wirklich kein Problem, doch dann kommt noch sein Sohn hinzu. Üblich, Sohn bei Mama. Mama isn Assi. Wenn Mama saufen will, muss er nachts auf seinen Sohn aufpassen. Wieder eine Nacht weniger. Nachmittage verbringt er auch. Logisch. Ist ja sein Sohn. Doch wieder ein Tag, wo mir kaum etwas von ihm bleibt. 

Bitte versteht mich nicht falsch! Ich hab seinen Sohn gern und würde ihm NIEMALS auch nur eine Minute mit dem Kleinen verwehren. 

Ich will ihm nicht sagen, dass ich einsam bin. Leere in mir habe. Mich nach einem gemeinsamen Kinobesuch, ein Eis Essen oder gemeinsam DVD schauen sehne. Ich will es ihm nicht sagen, und nicht schreiben. Warum? Ich will das er glücklich ist - und dazu brauch er den Kontakt zu seinem Sohn, seinem Schwesterherz und auch mal das Feiern gehen (was zum Glück nur sehr sehr sehr selten ist). Ich wills ihm nicht sagen, damit er nicht denkt, dass ich ihn einenge, den Kontakt zu seinem Sohn einschrenke. Um Gottes Willen! Ich würde alles dafür tun um mit auf den Spielplatz zu gehen... aber SIE lässt es ja nicht zu...

Ich komm also nach Hause, sehe einen Zettel. Wie so oft besteht unsere Kommunikation stellenweise aus Zetteln. Er schrieb:

"Huhu mein Schatz,

Wollte dir nur noch eben mal sagen: Das ich dich liebe.

Und dich daran erinnern: dass meine Gedanken immer auch bei dir sind und mein Herz immer bei dir ist und nur für dich schlägt.

Ich liebe dich so so so sehr."

Lächeln? Fehlanzeige. Ich fang an zu weinen. Zu sehr fehlt er mir. Obwohl er bei mir ist. Obwohl alles prima ist. Selbst als ich just in diesen Moment die Zeilen schreibe, weine ich. Er fehlt mir. Ich bin einsam. Liebe, Tränen, Stille, Einsamkeit. 

wie paradox das doch alles ist...

24.6.10 18:54

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